... war einer der wichtigsten Tage meines Lebens.
Ich weiß nicht, wann es angefangen hat Mode zu werden, sich ständig zu beklagen. Eine Zeit lang in meinem Leben war ich nur beschäftigt mit Jammern. Gut, das mag nun daran liegen, dass ich im Süden wohne und die Leute hier ziemlich gerne motzen. Ein Schwabe lobt, indem er nicht meckert. Und anscheinend hatte ich eine ziemliche Affinität dafür.
Irgendwann wird das Meckern selbstverständlich. Irgendwann jammert man, dass man zu viel jammert. Und verheddert sich in abstrusen Gedanken und endet voller negativer Gefühle. Und dann wird das Motzen zu einem richtigen Problem.
Als ich den Mister kennenlernte, schwärmte er von seiner tollen Kindheit. Er ist in viel bescheideneren Verhältnissen als ich aufgewachsen und ich verstand die Welt nicht mehr. Okay, ich hatte sicherlich keine schlechte Kindheit, aber zum 8. Geburtstag gab es kein Pony und zum 18. keinen Porsche. Völlig beiläufig die Tatsache, ständig Urlaub gemacht zu haben und etliche Wünsche von den Augen abgelesen bekommen zu haben. Und doch schien der Mister so viel glücklicher. Wo war der Fehler?
Der Höhepunkt meiner Karriere als professioneller Motzer begann mit meinem Studium. Die Uni chaotisch und unorganisiert, der Hörsaal laut und kalt... Irgendwie hat sich die Prinzessin ihr Schloss anders vorgestellt. Ich zog in mein Traumviertel und trotzdem war es nicht recht. Wo ist das tolle Leben, von dem ich träumte?
Ich begann zu arbeiten und hatte ziemlich schnell ein beachtliches Gehalt für einen Ersti. Trotzdem klage ich über Geldprobleme. Das dauert ungefähr ein Dreivierteljahr, bis ich mit anderen Studenten sprach und feststellte, dass ich das Doppelte oder Dreifache im Monat zur Verfügung hatte. Wo blieb meine Kohle?
Anscheinend ist es ziemlich in, ständig busy zu sein, nicht erreichbar und total gestresst. Ist das wirklich so ein erstrebenswertes Leben? Wer hat das Gerücht in die Welt gesetzt, man müsse so agieren, um erfolgreich zu sein? Das kostet uns nämlich enorm viel Kraft und es macht uns krank. Am Ende werden wir nur labil und nehmen unseren Platz ein in der Reihe der ständigen Nörgler. Ist es das, was wir wollen?
Irgendwann begriff ich, dass es oft nicht darum geht die Situation zu ändern, sondern seine Einstellung ihr gegenüber. Statt sich andauernd zu fragen:"Was wäre, wenn es anders wäre?", lieber den gegebenen Moment zu genießen. Das hat nichts damit zu tun, dass man seine Ansprüche runter schraubt oder sich mit etwas kleinerem zufrieden gibt, sondern mit der Vorstellung, dass man Dinge so gut es geht realistisch betrachten müsste. Ist mein Leben wirklich so scheiße, dass ich ständig jammern muss? Wenn ja, dann sollte ich etwas ändern. Wenn nein, dann sollte ich aufhören zu meckern. Das nervt. Nicht nur die Mitmenschen, sondern letztendlich einen selbst. Und es hindert uns, glücklich zu leben und was das allerwichtigste auf dieser Welt ist: Mehr aus seinem Leben zu machen. Seine Träume zu verwirklichen und genießen, was man (erreicht) hat.
Hoffentlich ohne viel Gemotze.
Jammert ihr noch oder lebt ihr schon?
Ich weiß nicht, wann es angefangen hat Mode zu werden, sich ständig zu beklagen. Eine Zeit lang in meinem Leben war ich nur beschäftigt mit Jammern. Gut, das mag nun daran liegen, dass ich im Süden wohne und die Leute hier ziemlich gerne motzen. Ein Schwabe lobt, indem er nicht meckert. Und anscheinend hatte ich eine ziemliche Affinität dafür.
Irgendwann wird das Meckern selbstverständlich. Irgendwann jammert man, dass man zu viel jammert. Und verheddert sich in abstrusen Gedanken und endet voller negativer Gefühle. Und dann wird das Motzen zu einem richtigen Problem.
Als ich den Mister kennenlernte, schwärmte er von seiner tollen Kindheit. Er ist in viel bescheideneren Verhältnissen als ich aufgewachsen und ich verstand die Welt nicht mehr. Okay, ich hatte sicherlich keine schlechte Kindheit, aber zum 8. Geburtstag gab es kein Pony und zum 18. keinen Porsche. Völlig beiläufig die Tatsache, ständig Urlaub gemacht zu haben und etliche Wünsche von den Augen abgelesen bekommen zu haben. Und doch schien der Mister so viel glücklicher. Wo war der Fehler?
Der Höhepunkt meiner Karriere als professioneller Motzer begann mit meinem Studium. Die Uni chaotisch und unorganisiert, der Hörsaal laut und kalt... Irgendwie hat sich die Prinzessin ihr Schloss anders vorgestellt. Ich zog in mein Traumviertel und trotzdem war es nicht recht. Wo ist das tolle Leben, von dem ich träumte?
Ich begann zu arbeiten und hatte ziemlich schnell ein beachtliches Gehalt für einen Ersti. Trotzdem klage ich über Geldprobleme. Das dauert ungefähr ein Dreivierteljahr, bis ich mit anderen Studenten sprach und feststellte, dass ich das Doppelte oder Dreifache im Monat zur Verfügung hatte. Wo blieb meine Kohle?
Anscheinend ist es ziemlich in, ständig busy zu sein, nicht erreichbar und total gestresst. Ist das wirklich so ein erstrebenswertes Leben? Wer hat das Gerücht in die Welt gesetzt, man müsse so agieren, um erfolgreich zu sein? Das kostet uns nämlich enorm viel Kraft und es macht uns krank. Am Ende werden wir nur labil und nehmen unseren Platz ein in der Reihe der ständigen Nörgler. Ist es das, was wir wollen?
Irgendwann begriff ich, dass es oft nicht darum geht die Situation zu ändern, sondern seine Einstellung ihr gegenüber. Statt sich andauernd zu fragen:"Was wäre, wenn es anders wäre?", lieber den gegebenen Moment zu genießen. Das hat nichts damit zu tun, dass man seine Ansprüche runter schraubt oder sich mit etwas kleinerem zufrieden gibt, sondern mit der Vorstellung, dass man Dinge so gut es geht realistisch betrachten müsste. Ist mein Leben wirklich so scheiße, dass ich ständig jammern muss? Wenn ja, dann sollte ich etwas ändern. Wenn nein, dann sollte ich aufhören zu meckern. Das nervt. Nicht nur die Mitmenschen, sondern letztendlich einen selbst. Und es hindert uns, glücklich zu leben und was das allerwichtigste auf dieser Welt ist: Mehr aus seinem Leben zu machen. Seine Träume zu verwirklichen und genießen, was man (erreicht) hat.
Hoffentlich ohne viel Gemotze.
Jammert ihr noch oder lebt ihr schon?
Hast du deine Ziele aus den Augen verloren?
AntwortenLöschenWillst du einfach so weiterleben?
Willst du nicht etwas erreichen?
So etwas geht nur durch eine gesunde Portion Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation!
Spannende These. Allerdings sollte man dann auch die Ärmel hochkrempeln und anpacken und nicht motzen. Durch Jammern allein wurde noch nie etwas erreicht im Leben.
AntwortenLöschenJa, klar. Von nichts kommt auch nichts. ;)
AntwortenLöschenDen eigenen Willen etwas in seinem Leben anders oder besser zu machen muss man für so etwas haben.
Du erinnerst mich mit diesem Eintrag gerade an ein Buch, das ich heute in der Bahn ausgelesen habe. "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" von Francois Lelord.
AntwortenLöschenFalls du es nicht kennst, dann kann ich es dir nur wämrstens empfehlen! :)
Du hast so Recht! Man sollte nicht jammern, über das, was man hat oder haben könnte/sollte, sondern sich an dem erfreuen, was man hat und voller Optimismus und Lebensfreude die Ziele anpacken!
AntwortenLöschenJepp, ich bin auch für's Anpacken!
AntwortenLöschenGelegentliches auskotzen bei einer lieben Freundin oder dem Freund ist allerdings manchmal auch notwendig.
Wenn man da nicht wieder herauskommt: Einfach spontan drei Dinge aufzählen, die gerade schön sind und Spaß bringen. :)
Oh wie wahr das doch alles ist! Kann da voll mitfühlen! Geht mir zurzeit irgendwie auch so.
AntwortenLöschendanke, liebe miss. du sprichst mir zu sehr aus der seele-
AntwortenLöschenPrinzipiell ein toller Text, der voll zu unterschreiben ist! Nicht jammern, anpacken! Geht leider nicht immer so einfach ... aber dafür gibt es Hilfe. Wenn man denn welche will.
AntwortenLöschenJa, da stimme ich Dir zu. mich nervt es auch, wenn andere ständig jammern und selber war ich zum Glück noch nie der Typ dafür.
AntwortenLöschenViele Grüße, Moppi
Ich musste beim Lesen gerade lächelnd nicken, dein Mister und du erinnert mich an meinen Monsieur und mich... :-) Und Recht hast du!
AntwortenLöschenIch studiere gerade im ersten Semster und bis vor knapp zwei Wochen war alles meeeega unorganisiert. Habe jetzt aber auch gemerkt, dass ich so nicht weit komme und strukturiere und plane alles neu.
AntwortenLöschenPrüfungen sind erst im Februar - also genug Zeit das Versäumte noch aufzuholen xD
Klasse Post!