Mittwoch, 5. Oktober 2011

Wie ich mich von der Süßigkeitensucht löste.

Vor einer paar Tagen erinnerte mich Noodlehaw, dass mein Süßientzug bald zu Ende sei. Ahja, da war doch noch was...

Ihr seid jetzt bestimmt neugierig, ob ich es geschafft habe. Machen wir es kurz und schmerzlos: Ja. Natürlich gab es als Ausnahme den weltbesten Kuchen von der Mama vom Mister [Mit Äpfeln aus dem Garten! ] und meine kleine Schwester hat mir ganz großzügig einen Minimuffin gebacken, aber ansonsten ist die Miss nun seid einigen Wochen völlig zuckerfrei.

Gott sei Dank bin ich nicht Suchtberaterin, denn ich wäre sehr schlecht darin, andere bei diesem Thema einen Ratschlag zu erteilen. So fragen mich meine Freundinnen nun seit Tagen, wie ich es schaffte kein Chocoholic mehr zu sein. Ganz ehrlich: Keine Ahnung. Der einfachste Weg sich von einer Sucht zu lösen ist es einfach sein zu lassen. Nachdem ich den Beitrag veröffentlicht hatte, klickte es in meinem Kopf. Und im nächsten Moment war, als ob ich mich nie tagelang nur von Süßkram ernährt habe.

Ich glaube daran, dass alles reine Kopfsache ist. Na gut, schließen wir das bei wirklich harten Drogen, die körperlich schwer abhängig machen, aus, aber ansonsten ist der Mensch dazu in der Lage zu entscheiden, was er wann macht. Wäre ja traurig wenn nicht, oder? Der Mensch ist kein Tier und doch benehmen wir uns oft wie welche. Ich dachte immer es gäbe magische Hormone, die mich dazu zwingen, Süßis zu essen. Oder wenn ich sie nicht esse, dann werde ich schlecht gelaunt sein, weil man Körper danach verlangt. Völliger Blödsinn. Es gibt einen Grund, wieso unser Körper scharf auf süß und fett ist: Er liebt es kurzkettig, schnelle Energielieferanten, Hauptsache so rasch wie möglich verbrennen und viele Kalorien erhalten. Praktisch, wenn man ein Höhlenmensch ist. Total unpraktisch, wenn man im Großstadtdschungel lebt.

Okay, ich könnte euch jetzt Tipps gegen um den Süßigkeitenhunger zu unterdrücken [Viel Grüntee trinken, auf alternative Naschsachen umsteigen, morgens gut frühstücken...]. Aber das würde nur die Nebenwirkungen mindern, nicht die Ursache bekämpfen. Klar sind Süßigkeiten lecker, aber ganz ehrlich, muss es die ganze Tafel Schokolade sein? Muss es eine volle Gummibärchentüte sein? In der Summe schadet uns unsere Leidenschaft mehr als das sie uns bringt, wenn wir es übertreiben.

Wir haben alle immer die Chance, unser Leben zu ändern. Jederzeit. Und manchmal genügt es an einer Kleinigkeit zu schrauben um plötzlich das Modell völlig zu verändern. Natürlich ist jetzt ein Süßientzug kein großes Drama, aber manchmal reicht etwas Banales aus, um eine völlig neue Sicht auf die Dinge zu bekommen. Wenn ihr also sowieso Probleme mit eurem Gewicht und Abnehmen habt, wäre das ein guter erster Schritt. Verzichtet einfach mal ein paar Wochen auf etwas, von dem ihr wisst, dass es ganz böse ist und es euch nicht gut tut. Ihr werdet euch danach blendend fühlen.

Wer hat am Süßigkeitenentzug mitgemacht und was ist euer Ergebnis? :)

10 Kommentare:

  1. Also mein Problem wäre ja gar nicht mal der dauernde Verzicht an sich. Ich kann echt wochenlang auf Süßes verzichten. Aber wenn dann z.B. jemand einen Schokokuchen backt und ich mir was gönnen will (was man ja durchaus tun soll) probiere ich ein Stück. Nur eins, schadet ja nicht. Denkste, weil plötzlich laufe ich dann alle 10 Minuten zum Kuchen. 2 Stücke schaden ja auch nicht. Ach, ein 3. ... und jetzt ist es eh egal.

    Weißt du was ich mein? Früher konnte ich einen Schokoriegel essen und dann wars gut. Ein Rippchen Schokolade, dann ging die Packung zurück in den Kühlschrank. Wieso schaffe ich das jetzt nicht mehr? Wieso überfresse ich mich, sobald ich nur ein winziges Stücken Süßes im Mund haben? Früher konnte ich doch auch normal mit sowas umgehen.
    Sollte an meiner Willensstärke arbeiten. Immerhin schmeckt mehr nicht besser ...

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  2. "In der Summe schadet uns unsere Leidenschaft mehr als das sie uns bringt, wenn wir es übertreiben."
    Sehr gut gesagt! Versuche mich auch gerade am Süßigkeitenentzug und bin (noch) erfolgreich.

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  3. Ist tatsächliche keine kopfsache.

    Zucker putscht auf und verlangt nach noch mehr Zucker.
    Um so weniger du ihn isst um so weniger verlangt
    Dein Körper danach.
    Lg
    Andrea

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  4. Ich hab nicht am von dir iniziierten Süßigkeitentag mitgemacht, esse aber seit zwei Monaten wegen meiner Zähne nichts Süßes mehr (eingeschlossen gezuckerte Getränke etc.)

    Einzige Ausnahme: Ein Tag in der Woche!

    Ich hab es wirklich nur aus Zahngründen gemacht, mit meiner Figur bin ich zufrieden... und ich finde es noch immer sehr schwer, auch wenn ich mich strikt dran halte :/

    Liebe Grüße,

    Magdalena

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  5. hab ich leider nicht mitbekommen... aber ne gute idee!!!
    wie du schon geschrieben hast: wie mans schafft? einfach aufhören!
    war bei mir mit fleisch, alk und kippen (alk und kippen notgedrungen wegen meiner schwangerschaft-aber gerade da sieht mans ja, wenn man nicht darf gehts ja auch und man nimmt es einfach so hin) auch so!
    jetzt versuche ich meinen babyspeck loszuwerden und bin gar nicht auf die idee gekommen einfach gar keine sweeties mehr zu essen.
    ich werd mir jetzt auch einfach eine frist setzen und ab montag keine mehr essen (was sehr schwer ist wenn man einen freund neben sich auf dem sofa sitzen hat der da nicht mitmacht und jeden abend einen riesen berg vertilgt^^).
    danke für den gedanken;D

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  6. ich wollte, aber es gelang gar nicht. aber jetzt hab ich festgestellt, wo das problem ist (oder vielleicht auch nicht, weil es mir nich ziemlich unklar ist). Ich lebe jetzt alleine in luxemburg in kaufe für mich selber ein. was ich nicht kaufe, das habe ich nicht, daher kann ich es nicht fressen. Und es ist sehr leicht sich noch gleich im supermarket zu entscheiden, sich keine süßigkeiten zu kaufen. Wenn man sie schon zu hause hat, dann ist man sie halt. Obwohl...ich hab eine rittersport gekauft und sie liegt noch immer im schrank weil ich einfach keinen appetit habe. verstehe ich nicht...aber na ja, seit ich selber koche, ernähre ich mich sehr sehr gesund.

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  7. wieso benutzt du immer diese albernen verniedlichungen?

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  8. Ich hab es eine Woche durchgehalten, wobei ich dazu sagen muss, dass ich zu dem Zeitpunkt in meiner Heimatstadt war und meine Mutter mich immer sehr mit selbstgemachten Süßigkeiten verwöhnt ... Das war natürlich nicht so praktisch für den Entzug ;D
    Aber immerhin hat mir diese eine Woche schon gezeigt, dass ich es sein lassen kann. Und ich nasche jetzt wieder viel maßvoller und stopfe nicht alles in mich rein. Also, letztlich hab ich mein Ziel (Wieder bewusster Süßigkeiten genießen) wohl doch erreicht :)

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  9. Hey, ich finde deine Posts immer richtig gut, und habe die Frage, ob du eventuell auch etwas schreiben könntest zu einem ausgewogenen, gesunden Frühstück? Da haperts bei mir nämlich, Toast ist nicht so die beste Alternative.
    Würde mich echt super freuen,
    liebe Grüße, Ann

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  10. "Um so weniger du ihn isst um so weniger verlangt
    Dein Körper danach."
    Ohja, kann Andrea nur zustimmen! Seitdem meine Zuckerfastenzeit vorbei ist, ist es automatisch so viel weniger geworden. Es vergehen da Tage, da vergesse ich vollkommen, dass es sowas wie Süßigkeiten gibt. :D Jetzt im Nachhinein rate ich wirklich allen, es ein paar Wochen durchzuziehen, hätte nicht gedacht, dass es noch so lange nachwirkt.

    @Ann
    Gerne, ich sammel auch immer Ideen. Mittlerweile stehen aber noch sooo viele Folgen an, einfach ein wenig gedulden. :)

    Wer selber noch Themenvorschläge hat, gerne melden!

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