Montag, 10. Oktober 2011

Hallo Unileben!

So, heute haben wir nun offiziell Vorlesungsbeginn! Da mein Programm erst am Spätnachmittag beginnt, habe ich noch genug Zeit mich dafür geistig vorzubereiten und - ganz wichtig - mit dem Herbstputz zu beginnen. Es gibt nichts schöneres als einen neuen Lebensabschnitt in einer sauberen, aufgeräumten Wohnung zu starten. Schließlich muss auch Platz geschaffen werden für die neuen Bücher und Materialien.

Ehrlich gesagt fehlt dieses "Erster Tag!"-Feeling wie in der Schule nach den Sommerferien. Das mag wohl daran liegen, dass mein Sommerurlaub schon sechs Wochen her ist. Und dass ich nun einen Monat gearbeitet habe und Englischkurs an der Uni hatte und nun wieder urlaubsreif bin. Und dass nun Herbst und nicht Spätsommer ist. Und dass ich an der Uni bin und nicht in der Schule, was ich oft vergessen, bei den ganzen Stundenplänen und Hausaufgaben.

Habe daher keine neue Tasche und auch kein perfektes 1. Tag-Outfit. Schade, bin aber schon ein großes Mädchen. Dafür bin ich voller Ideen, was man in diesem Semester anders machen könnte. Und aufgeregt, was alles auf mich zu kommt. Vollkommen neue Studienfächer und da ich neben meinem Studium [Wirtschaftswissenschaften, weil ich häufig gefragt werde.] nun auch die Ernährungswissenschaften besuche, bin ich auch ein halber Ersti. Quasi.

Mein Vater, der sehr erfolgreich zwei Studiengänge parallel studiert hat und an der Uni gearbeitet hat und daher mein großes Vorbild ist, was Studienthemen betrifft, sagt immer, dass die ersten Wochen die entscheidensten sind. Dass das ganze Semester nur davon abhängt, wie man den ersten Monat gestaltet. Dass man jetzt alle Chancen der Welt hat, einen guten Start hinzulegen. Ich musste ein Jahr Fehler machen um zu begreifen, was er mir versucht hat zu erklären.

Wie bereitet ihr euch nun vor? Mein Semsterbeginnplan sieht folgendermaßen aus:
1. Wohnung aufräumen. Bücher vom letzten Jahr verkaufen, Schränke leer machen, Sommersachen in Keller, Wintersachen nach oben bringen. Platz schaffen.
2. Alltag regeln. Ich weiß, ein geregelter Tagesablauf ist sowas von uncool, aber er ist nun einmal effizient. Da ich auch noch arbeite, muss ich mir nun ganz genau überlegen, welche Vorlesungen ich wann besuche. Außerdem habe ich beschlossen einen festen Sportplan einzubauen. Und Freunde und Freizeit brauche ich auch, bin ja kein Nerd.
3. Lernplan erstellen. Da ich schon im Dezember Prüfungen habe und dann gleich darauf im Februar, muss das einfach sein. Außerdem möchte ich meine Noten verbessern, führt also kein Weg daran vorbei, Zeit und Mühe zu investieren. [Habe nun einige Seminare besucht und Bücher zu dem Thema gelesen, da ich vollkommen davon fasziniert bin. Wenn Interesse besteht, kann ich euch gerne ein paar meiner persönlichen Lerntipps weitergeben. Schreibt mir einen Kommentar dazu.]

Egal wie stressig Unileben auch sein mag (Bei manchen mehr, bei anderen weniger.), so sehe ich es als großes Geschenk, die Möglichkeit zu haben, sich weiterzubilden. Das ist nicht selbstverständlich, sei es weil man in einem Land wohnt, wo Bildung überhaupt keine große Rolle spielt, oder auch in Deutschland einfach keinen Studienplatz bekommen hat. Ich hoffe ihr wisst es zu schätzen, wenn ihr euch heute bei Wind und Wetter auf den Weg zu eurer Uni macht.

Hey Studenten, wie sieht eure Semesterbeginn aus? Habt ihr irgendwelche besonderen Pläne, welche Kurse ihr besuchen möchtet oder was ihr nun ändern wollt?

26 Kommentare:

  1. Hallo Miss

    ich hab eine Frage und ich hoffe du fühlst dich nicht auf die Füße getreten.
    Du klingst sehr danach das du Bildung für das höchte Wohl hälst und jeder der nicht studiert ist ne arme Sau. (Auch wenn er nichts dafür kann). Ist deiner Meinung nach also der Weg nach der Schule dirket eine Ausbildung zu machen (also ein "richtige" Berufsausbildung wo man nur ein/zweimal die Woche zur Berufsschule geht) weniger Wert als ein Studium?

    Liebe Grüße Kyle

    P.S. Ich weiß es ist verpöhnt Anyonym zu schreiben, vorallem wenn es kritische Kommentare sind, aber ich hab kein Googlekonto.

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  2. Hey Kyle! Ah Quatsch, natürlich ist es nicht verpöhnt. :) Ich finde ein Fehler wäre es nach der Schule sich überhaupt nicht weiterzubilden zu wollen (Sei es ein Studium oder eine Ausbildung.). Es stimmt, dass ich Freunden eher rate zu studiere als eine Ausbildung zu machen, aber nicht weil ich denke, dass es der einzig richtige Weg ist, sondern weil ich der Meinung bin, dass ein Studium einem als Person mehr bringt, vielleicht nicht in allen Fällen unbedingt der Karriere. Es erweitert zumindest in gewisserweise den Horizont. Wenn aber in einem konkreten Fall eine Ausbildung sinnvoller erscheint als irgendetwas zu studieren, dann sollte man das auf jeden Fall machen! Ich kenne auch zu viele, die einfach nur vor sich hinzustudieren. Es kommt also sehr auf die Person und die Lebensziele an. Ein Studium ist also sicherlich nicht immer der allerbeste Weg, aber auf jeden Fall ein sehr guter. Und ich kenne leider aus meinem engen Familien- und Freundeskreise sehr viele, die es bereuen, diesen Weg nicht (zu Ende) gegangen zu sein.

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  3. Sehr interessantes Thema, was Kyle angesprochen hat. Würde mich interessieren, was meine Leser dazu denken!

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  4. Okay, ich muss es zugeben: Ich kann mich nicht ganz darauf einigen, ob ich nun neidisch auf deine Lebenseinstellung sein soll (und dich damit offiziell hasse, weil man immer hasst, was man selber nicht ist.) oder mich einfach für dich freuen soll, dass du damit ja anscheinend glücklich bist.

    Ich bin nicht so wirklich die Planerin. (Meine Uni aber wenigstens auch nicht. Da verschwinden schonmal Seminare, oder 250 Studenten sollen sich zwei Seminare mit 40-Leute-Beschränkung teilen). Aber ehrlich gesagt: Ich bin damit zufrieden. Ich war letztes Semester nicht einmal an der Uni, und habe trotzdem alle Prüfungen bestanden. Ich arbeite, lerne und lebe nicht effizient, und irgendwie bin ich dankbar dafür, weil....naja, dein Lebensstil (LOHAS, oder?), also effizient, gesund und dadurch glücklich - das klingt vielleicht irrational, aber ich will ihn nicht.

    Ich will keine wirkliche Veränderung, zumindest nicht in meiner Einstellung. Kindisch? Weiß nicht. Trotzdem lese ich deinen Blog unheimlich gerne, aber ich befolge eben nicht deine Tipps. So können wir doch alle glücklich leben.

    Achja, ich wackele gleich zu "Theories of Mediated Communication", weil ichs studiere, und deine Ernährungswissenschaften sind mein Psychologie.

    Dir alles Gute im neuen Semester!

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  5. Am Anfang eines Semesters bin ich immer hochmotiviert, räume meinen Schreibtisch auf, schreibe Lernpläne, aber am Ende läuft es doch leider immer wieder auf Powerlernen kurz vor knapp hinaus, daher würden mich deine Lerntipps wirklich interessieren.
    Schönen Start ins Wintersemester!

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  6. Hey Skye du bist super. :)

    Ich muss auch sagen, dass ich auch Phasen habe, wo ich einfach gerne vor mich hinlebe und mir nicht so gerne Gedanken darüber mache, ob das effizient ist, ob ich mich ethisch korrekt verhalte oder ob mein Essen ernährungswissenschaftlich in Ordnung ist. Ich brauche das ab und zu. Manchmal muss man einen Schritt zurück gehen, um zwei nach vorne zu machen.

    Trotzdem fehlt mir leider die Gabe das in Ordnung zu finden so wie du sie hast. Wenn ich damit ebenfalls glücklich und erfolgreich wäre, dann wäre das sicherlich ein sehr schönes Leben. Aber mich macht das nach einiger Zeit vollkommen verrückt. Weil oh Gott, ich LIEBE es zu planen. Ich liebe es rational zu sein. Ich liebe es, wenn das System aufgeht. Ich liebe es auch Fehler zu analysieren, ich liebe es, dass der Mensch nicht perfekt ist und dass es immer anders kommt, als erwartet. Ich liebe es mich immer wieder zu optimieren, ich liebe es, dass ich noch lange nicht am Ziel bin und ich liebe es stolz auf mich zu sein, wenn ich dann doch etwas geschafft habe. Ich bin Unternehmerin und da ich momentan keine eigene Firma habe, sehe ich mich und mein Leben als mein Projekt. ;) Und ich könnte mich stundenlang damit beschäftigen Finanzpläne zu erstellen und Bücher zu lesen und mich zu informieren, wie mein Körper funktioniert - und die Welt um mich herum.

    Sollte meinen Blog vielleicht in Freakcore umbenennen. :D

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  7. Seeeeeehr interessantes Thema!!

    Ich hab auch studiert. Nämlich Realschullehramt (seit diesem Jahr fertig, juhee)! D.h. ich behaupte jetzt mal, ich bin mit beiden Seiten vertraut, da ich meine Schüler im Moment schon auf ihren Ausbildungsplatz vorbereite. Bzw einige natürlich auch auf eine weiterführende Schule. Und ich versuch auch, soviele wie möglich dazuzubewegen, dass sie diesen Weg einschlagen, weil sie dann einfach mehr Möglichkeiten haben. Deswegen ist ne Ausbildung aber nicht schlechter! Aber mal ehrlich, wer weiß denn schon mit 15 oder 16, was er später mal machen möchten!! Also ich habs nicht gewusst :)!
    Aber wie du schon gesagt hast, wichtig ist nur, dass man bereit ist, sich weiterzubilden und sich dafür selbst in den Arsch tritt- auf welchem Weg das dann auch immer abläuft!!

    Wunderbarer Blog! Vielen Dank dafür!

    Die Schwalbe

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  8. hey, ne frage :) Kann man eigentlich in jede Vorlesung gehen, die eine Uni anbietet? Also wen ich eigentlich etwas anderes studiere, kann ich trotzdem (einfach aus interesse) in eine andere Vorlesung rein gehen ? Wird ja nicht kontrolliert oder so was, denk ich mal ?
    Machst du das so bei den Ernährungswissenschaften ? Und weisst du was von den Sprachkursen, also kann ich da einfach hin gehen, obwohl ich nicht zb englisch studiere, einfach aus interesse ? Muss man sich da voranmelden ? Vieelee Fragen, aber ich hoffe du kannst mir helfen :D

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  9. Hi,

    für mich hies das heute: Panisch auf die Unihomepage gehen, um erleichtert festzustellen, dass der Betrieb der Uni Stuttgart erst nächste Woche losgeht :-)

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  10. Hi! Ich kann dir nur sagen, wie es an meiner Uni ist, vielleicht wird es an manchen anders gehandhabt, also auf jeden Fall vorher informieren. :)
    - Sprachkurse: Man muss sich anmelden, denn die Plätze sind begrenzt und sie kosten auch etwas. Es gibt Anwesenheitspflicht, man macht Scheine, sammelt Punkte und bekommt Noten. Kann man manchmal im eigeneltichem Studium einbeziehen.
    - Generell sind Vorlesungen an deutschen Universitäten öffentlich. Wenn du also nicht unbedingt Seminare besuchen willst oder irgendetwas spezielles, bist du immer willkommen! Am Besten auf jeden Fall in der 1. Vorlesung erscheinen, da werden, zumindest bei uns, die Passwörter für die Foren genannt, wo man dann weitere Informationen findet. Du kannst dann als externen Zuhörer natürlich keine Prüfungen ablegen und bekommst auch sonst keinen Nachweis. Mein Vater macht das sein ganzes Leben so und besucht immer wieder Vorlesungen, um sich weiterzubilden. Viel Spaß dabei! :)

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  11. Meine Uni hat schon vor einer Woche begonnen (Österreich) :)

    Ich hab diesmal WIEDER EINMAL vor, nicht soviel zu schwänzen, und einen Kalender zu schreiben. Das klingt jetzt total krank, aber ich hatte meine ganze Schulzeit lang nie mehr als 2 Wochen einen Kalender oder ein Notizbuch - ich hab einfach nix aufgeschrieben und alle Prüfungen und so ein paar Tage vorher von Klassenkollegen erfahren! Das glaubt mir echt niemand^^

    Und sonst versuche ich "einfach", regelmäßig etwas zu lernen, nicht erst ganz zum Schluss. Ich hatte zwar gute Matura- (=Abi) Noten (1.6), hatte aber die 7 Jahre davor immer miese Noten, und will mir das auf keinen Fall mehr angewöhnen. Sei froh, dass du das alles so positiv sehen kannst :)

    LG,

    Magdalena

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  12. Hallo Miss,

    Ich bin zwar noch keine Studentin, aber ich stecke in meinem letzten Schuljahr. Bald stehen meine Abiprüfungen an. Ich würde sehr gerne Lerntipps bekommen, weil ich mir jetzt schon Gedanken mache, was passiert, wenn ich es nicht packe.
    Aber mich einfach hinzusetzen und mal zu lernen?! Pack ich auch nicht. Am Anfang ist man immer so motiviert. Wollte mir auch Lernpläne erstellen und jedes Wochenende lernen. Aber irgendwie ist dann doch immer irgendwas anderes.
    Würde also gerne von dir hören, wie du es schaffst dich selber zu motivieren. Dass du dich einfach mal hinsetzt und wirklich was tust und dich nicht vom Internet oder Flusen auf dem Boden ablenken lässt.

    Also ich würde deine Tipps zum Lernen und zum Zeitmanagement dankend annehmen. :) Generell finde ich es momentan sehr interessant deinen Blog zu lesen. Weil man soviel von deinen Posts mitnehmen kann :)

    Liebe Grüße
    Junedown

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  13. Zeig doch mal deine Unitasche und verrat uns deine Lerntipps! :)

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  14. Würde mich auch mal interessieren was andere zu dem Thema sagen.
    Bei mir war es so das ich als ich "klein" war immer unbedingt irgendwas mit Chemie sudieren wollte. Aber als ich mit 16 mit der Realschule fertig war, war ich einfach nur glücklich raus aus der Schule zu sein. Ich bin dann auf die Dr. von Morgensternschulen gegangen um pharmazeutisch-technische Assistentin zu werden. (Da war dann die Chemie wieder). Nach einem Semester hab ich abgebrochen, weil ich mir die Privatschule nicht mehr leisten konnte und ich partout nicht auf die öffentliche Schule wollte (sehr, sehr, sehr schlechter Ruf bei uns). Ich bin dann eher so zufällig um die Zeit zu überbrücken bei einem dörflichem Kaufhaus gelandet. Mittlerweile hab ich mit Sehr gut meine Ausbildung bestanden und leite meine eigene (Spielzeug) Abteilung. Ich bin übrigens auch erst 20. Und auch wenn man gerne belächelt wird als Kauffrau im Einzelhandel hab ich oft mehr `Ahnung´ als ein Student. Vorallem im alltäglichem Leben. Wir haben hier oft studentische Aushilfen, die gerne mal ein bisschen hochnäsig sind, die es aber nicht mal schaffen ein Regal einzuräumen.

    Sicherlich hast du Recht das es den Horizont erweitert, zu studieren. Aber bei einer Ausbildung ist es genauso der Fall. Und man verdient Geld dabei. Ich finde außerdem das eine Ausbildung einem mehr Absicherung bietet. So mancher Student ist vielleicht mit 27 fertig und hat außer ein paar Stunden im Copyshop noch nie gearbeitet. Ein Auszubildener dagegen ist meistens schneller fertig und kennt außerdem das normale Arbeitsleben mit einer 40 Std Woche. Und wenn man sich gut anstellt hat man einen Job fürs Leben. Ich z.B. gehe nächstes Jahr für 3 Monate ins Ausland um an einem Artenschutzprojekt teilzunehmen und kriege danach meinen Job, bzw eine höhere Position innerhalb der Firma wieder.

    Über das Thema könnte man sicherlich ewig diskutieren =)

    Liebe Grüße
    Kyle

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  15. Mensch, danke für die vielen tollen und interessanten Kommentare!

    Glückwunsch Kyle zur Befördung und steilen Karriere! :) Sprichst einen sehr wichtigen Punkt an: Viele studieren mit Scheuklappen. Werde das Thema auf jeden Fall noch in einem Blogbeitrag zusammenfassen, da ich der Meinung bin, dass man auf jeden Fall egal wie spannend die Theorie ist [Und ich könnte mich echt stundenlang mit Dinge beschäftigen, die fernab von der Realtität sind und die ich NIE brauchen werde. :D] auch etwas von der "Welt da draußen" mitzubekommen. Sei es indem man neben dem Studium arbeitet [Und ich verdiene mehr ein Azubi.], sich sozial engagiert, an der Uni etwas macht... Gibt viele Möglichkeiten.

    "Job fürs Leben" gibt es heutzutage nicht mehr wirklich. Daher werden sicherlich einige von uns in die Situation kommen, wo sie sich vollkommen umstrukturieren müssen. Ein Studium schützt einen nicht davor, aber es gibt einem doch manchmal noch mehr Möglichkeiten. Wenn man jung ist, denkt man oft nicht weit genug, sieht nur "teures Studium" vs "Ausbildung mit Geld". In meiner Firma ist es z.B. so, dass man mit einer Ausbildung nur bis zu einer bestimmten Karrierestufe kommt, danach wird man, wenn man gut ist, ermutigt, noch ein Studium zu machen, um weiterzugehen. Ich glaube fest daran, dass man das Studium auch noch mit 30 und 40 nachholen kann, wenn man es wirklich möchte. :)

    Vorschläge wurden notiert!

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  16. Ich bin letzte Woche Mittwoch in mein Studentenleben gestartet und ich muss sagen - ich finds toll!
    Ich studiere an einer privaten Hochschule und dort läuft es zum Glück etwas anders ab als an einer staatlichen Uni...Was da heute überall so los war, ist ja schon witzig!
    Super Beitrag, vielen Dank :)!

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  17. was studierst du und warum?^^

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  18. Wegen spätem Studium: Meine Mama hat ihr Mathe/Psycho Lehramt Diplom mit 23 beendet, mit 30 ihr Doktorat in Jus/Jura (neben Lehrerjob) und jetzt mit 53 schreibt sie ihre Masterarbeit in Psychotherapie :) Es ist also alles möglich!

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  19. Ich liebe es ebenfalls, zu planen. Aber leider mangelt es bei mir an der Umsetzung. Da ich jetzt doch meinen Studiengang in meiner Traumstadt bekommen habe, bin ich natürlich voll motiviert. Reingelesen habe ich mich schon, ich weiß wie lernen und Student sein richtig geht, jetzt muss ich es nur noch Umsetzen.

    Was ich dich noch fragen wollte: Hast du Blogs, die du regelmäßig liest? Ich bin immer noch auf der Suche nach Blogs, weg von "Ich präsentiere euch hier den 15. Duschgeleinkauf dieses Monats", mit witzigen / zum Nachdenken anregenden Texten, eben ein bisschen so wie du!

    LG Seidenspinnerin

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  20. Ich studiere Wirtschaftswissenschaften und habe dadurch den für mich perfekten Studiengang gefunden. Das Studium besteht aus vier Säulen und ich möchte kurz erklären, wieso mich das so anspricht.
    - Mir war eigentlich immer klar, dass ich irgendwann als BWLerin arbeiten werde. Mein großer Traum wäre es ein eigenes Unternehmen zu starten oder in der Geschäftsführung eines Unternehmens zu landen. Seit ich denken kann hat mich die Wirtschaft, Unternehmen und Geld interessiert. Ich habe nie daran gedacht etwas anderes zu machen.
    - Trotz allem hätte ich mir nicht vorstellen können reines BWL zu studieren, da nicht ganz so erfüllend. Wenn man die Welt verstehen will, dann muss man VWL studieren, hat unser Prof gesagt. Recht hat er. VWL ist wirklich eine sehr spannende Wissenschaft. Daher bin ich sehr froh, dass ich die Wirtschaftswissenschaften studiere und ich mich nicht zwischen den beiden entscheiden musste.
    - Die dritte Säule sind quantitive Methoden, also Mathe und Statistik. Mathematik wurde mir in die Wiege gelegt, mein Vater und Onkel sind beide Mathematiker. Und ich liebe es. Math is not about calculating.
    - Ich bin der Meinung, dass wir alle ein Studium Generale absolvieren sollten. Wollen wir Fachidioten sein? Das ist doch scheiße. Um in seinem Fach weiter zu kommen, muss man über den Tellerrand hinausschauen. Daher haben wir Vorlesungen wie Soziologie, Psychologie, Recht, Informatik... Habe bisher auch kein einziges Fach gefunden, welches mich Null interessieren würde.

    Wieso studiert ihr das, was ihr studiert? :)

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  21. @seidenspinnerin
    Hm, tut mir leid, mir fällt keiner spontan ein. Ich lese nicht wirklich einen Blog, weil ich bisher keinen gefunden habe, der mich ansprechen würde. Meistens klicke ich mich nur auf den Blogs von meinen Freundinnen durch. Wenn du Interesse hast, kann ich dir eine Liste geben, sind allerdings alles nur Bildchenblogs.

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  22. Uh, interessantes Thema :)
    Ich studier jetzt im 3. Semester Rechtswissenschaften (in Österreich) und ich find's toll. Klar, es gab schon einen Kurs der mich Null interessierte aber die alle Anderen warn grandios. Manchmal komm ich mit dem analytischen Denken bei der Falllösung zum Beispiel (oder einigen anderen Bereichen in diesem Studium) noch nicht zu 100% klar, aber ich weiß, dass ich es schaffn kann und will :)

    Mein Vorsatz für dieses Jahr ist: Genauer lernen und weniger schlampig sein. Ich hab mich soo oft im Nachhinein bei Prüfungen geärgert, dass ich zu allgemein gelernt hab (meistens weil es 'zu viel' Stoff war und ich mich ein bissel abschrecken lies von der Menge) - das soll mir dieses Jahr nimmer passieren. Meine Lernpläne und meinen Alltag hab ich schon gut geregelt und auch zu 99% eingehalten aber ab und zu könnt ich halt noch mehr machen ;)

    Was mir beim Studieren öfters ein bisschen Kopfzerbrechen macht, ist der 'Konkurrenzgedanke'. Es haben ca 500 Leute mit mir gemeinsam im Herbst 2010 angefangen zu studieren und ich denk mir viel zu oft "Der hat diese Prüfung schon, oh Gott wie peinlich ich mach sie erst in nem Monat" oder "oh nein, ich werd sicher länger Studieren als die meisten hier" usw.
    Ich hab das Glück (also ich persönlich seh's positiv), dass meine Eltern mich überhaupt nicht unter Druck setzen. Sie haben beide unter Mindeststudienzeit studiert und hätten das Unileben gerne viel mehr ausgekostet. Ich versuch das auch zu machen - indem ich noch ab und zu einen Sprachkurs besuche etc. Trotzdem mach ich mir selber Druck (manchmal zu viel :S ) - ich will das Studium zwar genießen und soviel wie möglich "mitnehmen" - aber andererseits will ich auch schnell fertigwerden. Ich will Geld verdienen, arbeiten, die Welt 'draussen' kennenlernen.

    Wie machst du da eigentlich mit dem Arbeiten nebenbei? Ist das n Praktikum oder eher ein Job zum 'Geld verdienen' (weniger der Interesse halber). Du hast mal wo geschriebn, dass du Werkstudentin bist - peinlich, aber ich kenn diesen Begriff so jetzt nicht - kann mir zwar was drunter vorstellen aber kannst du das mal bitte genauer erklären? :) Wär toll.

    So, alles Liebe und schönen Abend.
    Raphaela

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  23. Oh Gott, das mit dem Drumherum lernen kenne ich nur zu gut. :D Ist auch mein großes Laster (gewesen), da mich alles interessiert und ich mich mit vollkommen anderen wirtschaftlichen Fragen beschäftige statt mal die Formeln auswendig zu lernen, die wir für die Klausur brauchen. :D Ich dachte mir oft:"Bow man muss voll alles verstanden haben!", wobei so ein Grundverständnis, das jemand für Ökonomie hat, vollkommen aussreicht und man sich lieber auf die Übungsaufgaben stürzen sollte - naja, schreibe das Thema noch einmal in meinem Lerntippspost. :D

    Ah, mach dich mit dem Konkurrenzdenken nicht verrückt! Bei mir haben 1000 angefangen und nur 200-300 machen am Ende den Bachelor, bei euch werden auch bestimmt einige aufhören (müssen)! Konzentriere dich lieber auf dich und deine Karriere.

    Also ein Werkstudent ist ein Student, der in einem Unternehmen angestellt ist. Dabei hat man nur die Beschränkung, dass man nicht mehr als 20 Stunden die Woche arbeiten darf, sonst wird man exmatrikuliert. [In den Semesterferien darf man Vollzeit arbeiten.] Das reicht trotzdem bei vielen großen Firmen aus, um auf ein vierstelliges Monatsgehalt zu kommen. Der Unterschied zwischen einer Aushilfe und einem Werkstudent ist meiner Meinung der Status und oft das Gehalt.

    Natürlich mache ich es in erster Linie aus finanziellen Gründen. Ich wurde die ersten Monate von meinen Eltern unterstützt, mittlerweile stehe ich finanziell vollkommen auf eigenen Beinen. Das ist einfach ein gutes Gefühl und mir war immer klar, dass ich, unabhängig vom Bafög oder Taschengeld meiner Eltern während des Studiums arbeiten möchte, um mir auch einen gewissen Lebensstandard leisten zu können.

    Außerdem habe ich zwischem meinem Abi und meinem Studium ein Jahr Vollzeit gearbeitet und da gemerkt, dass ich ein totaler Officemensch bin und vollkommen aufgehe, wenn ich eigene, reale Projekte bekommen. Ich würde verrückt werden, wenn mein Leben nur aus Vorlesungen bestehen und ich nur mit Studenten Kontakt haben würde. :D Das ist somit eine ganz gute Abwechslung.

    Es macht sich auch gut im Lebenslauf. Wenn man es schafft sein Studium mit gescheiten Noten in der Regelstudienzeit zu schaffen und noch von einem guten Arbeitgeber ein Zeugnis nachweisen kann, dann ist das natürlich sehr beeindruckend. [Und btw auch nicht arg anstrengend, wenn man sich gut organisiert.]

    Als letzter Punkt kann man das Glück haben einen Arbeitgeber zu finden, der einen auch im weiteren Weg unterstützen wird, also die Bachelorarbeit finanzieren, auch während des Masters die Möglichkeit gibt zu arbeiten, nach dem Studium übernimmt, etc. Mein Chef hat gesagt, dass er auch einige seiner Werkstudenten bis zum Doktor geführt hat. Ist also eine gute Sache schon mit jungen Jahren eine gewisse Sicherheit aufbauen (zu versuchen).

    Ich denke kommt sehr auf den Typ an, die eigenen Ziele und Prioritäten, ob man Werkstudent ist. Ich kann mir vorstellen, dass sich viele denken:"Ich habe lieber einen 1,0-Schnitt als zweimal im Jahr in Urlaub zu fahren." Ist auch nicht verkehrt, in der Regel wird der 1,0-Schnitt einem auch den noch besseren Urlaub eines Tages bringen. :D Finde es ist gut sich Gedanken zu machen, ob man sich als Werkstudent irgendwo bewirbt, man muss es allerdings nicht zwingend machen. Kommt sowas für dich in Frage? :)

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  24. wow, lange und ausführliche Antwort :) Das freut mich.

    Also nochmal zum Themawerkstudent: Mein Plan ist im Moment folgender: Ich möchte das dritte und vierte Semester positiv abschließen [Mindeststudienzeit ist bei uns 8 Semester, nur zur Info ;) ] und mich nebenbei für ein Projekt anmelden, wo diverse (Wirtschafts)Kanzleien mit meiner Uni zusammenarbeiten - Man kann dann (wenn man genommen wird - Noten spielen dabei ne große Rolle, deswegen möcht ich jetzt nix nebenbei machen) 3 Monate in einer dieser Kanzleien arbeiten und übernimmt dabei die typischen Konzipienten-Aufgaben.
    Das Projekt hat einen super Ruf und die Kanzleien, die sich dabei anbieten erst recht :D

    Wenn man sich in diesem Projekt/ in diesen 3 Monaten gut behauptet besteht auch die Möglichkeit, dass dich die Kanzlei als 'runner' übernimmt - 20h die Woche neben dem Studium. das wär ein Traum, aber zuerst schau ich mal, dass ich die nächsten Semester gut hinkrieg und ins Projekt reinkomm :)
    Ich kann dir ja dann im nächsten Jahr erzählen wie's is :)

    Ich hab noch eine Frage: Du hast geschriebn, dass du jetzt finanziell ganz auf eigenen Beinen stehst.. Absolut lobenswert muss ich jez mal sagn :D Ich hab mal gehört, dass Schwaben nicht so gern über's Geld redn (außer: sparen sparen haha) aber ich probiers trotzdem mal: Wieviel zahlst du denn Miete? Ich stell's mir dann doch äußerst schwierig vor, sich ALLES selbst zu zahlen - vor allem Uni-Unterlagen (Bei uns kostet jedes Buch ü30€ .. ) und Essen und Semesterticket etc.
    Hast du da nen genauen Finanzplan oder so ne Vermögensübersicht? :) Würd mich wirklich interessieren.

    Ganz liebe Grüße nochmal :), Raphaela

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  25. Studiertst du in Hohenheim?

    Ich hab zwar mein Studium bereits abgeschlossen, aber es nie geschafft mich so gründlich zu organisieren wie du! :D mich würden definitiv deine Lerntipps interessieren, viell. brauch ich sie irgendwann mal :D

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  26. @Raphaela
    Wow, das hört sich sehr interessant an! :) Würde dir auf jeden Fall raten, dich zu bewerben! Und erzähle mir, wie es lief. :)
    Zahle 400 Euro + Nebenkosten für meine Miete. Habe auch schon einen interessanten Eintrag zum Thema Finanzen in Planung. :)

    @Cam
    Jup, Hohenheimerin. :)

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